Energiespartipps zum Stromverbrauch

Strom, Wärme und Wasser gehören für uns zu den alltäglichen Selbstverständlichkeiten, die das Leben und Arbeiten angenehmer machen. Die Erzeugung und Nutzung von Energie verbraucht aber wertvolle natürliche Ressourcen und belastet trotz aller technischen Innovationen die Umwelt.
Schon im Alltag können Sie einfach ohne Verzicht auf Komfort Energie sparen und damit Umwelt und Geldbeutel entlasten. Mit unseren Energiespartipps können Sie zu Hause schnell einen guten Teil des Energieverbrauchs einsparen.

 

Strom sparen im Haushalt:

 

Achten Sie grundsätzlich beim Neukauf von Geräten auf die Verbrauchsdaten sowie die Energieeffizienzklasse!

 

Kühl- und Gefriergeräte:
• Achten Sie beim Neukauf von Kühl- und Gefriergeräten auf die Energieeffizienzklasse.

• Wenn Ihre Kühlgeräte zu kalt eingestellt sind, verbrauchen Sie unnötig viel Energie. Unser Tipp: Kühlschrank zwischen 6° C und 8° C, Gefrierschrank um  die -18° C.

• Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank. Schließen Sie die Kühlschranktür immer wieder schnell.

• Vereiste Kühl- und Gefrierschränke verbrauchen unnötig viel Strom. Tauen Sie   daher Ihren Kühl- und Gefrierschrank in regelmäßigen Abständen ab.

• Weniger ist mehr: Überlegen Sie, ob Sie zusätzliche Geräte wie zum Beispiel einen Party-Kühlschrank im Keller wirklich brauchen.

 

Waschmaschine/Trockner:
• Nutzen Sie die Füllmenge Ihrer Waschmaschine immer optimal aus.

• Verzichten Sie auf das Vorwaschprogramm bei Koch- und Buntwäsche.
Ersparnis ca. 10 %.

• Nutzen Sie Eco-Programme: Die dauern zwar etwas länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser.

• Waschen Sie mit niedrigen Temperaturen von 30 °C bis 40 °C. Das reicht bei normal verschmutzter Alltagswäsche völlig aus und hat auch den Vorteil, dass Ihre Kleidung länger hält.

• Waschen Sie Kochwäsche statt bei 90° C bei 60° C.

• Geben Sie die gesamte Waschmaschinenfüllung in den Trockner.

• Stellen Sie einen hohen Schleudergang bei der Waschmaschine ein, wenn Sie einen Wäschetrockner nutzen. Das spart Zeit im Trockner, weil die Wäsche weniger nass ist.

• Noch besser als ein Wäschetrockner: Lassen Sie Ihre Wäsche einfach an der Luft trocknen. Das geht auch im Winter!

 

Elektroherd / Backofen:
• Achten Sie beim Kochen darauf, dass der Deckel zum Topf passt und immer geschlossen bleibt. Ersparnis: ca. 60 % der Energie.

• Kochen und braten Sie immer mit Deckel. Das spart Zeit und Strom.

• Topf und Kochstelle sollten den gleichen Durchmesser haben. So heizen Sie nicht am Topf vorbei.

• Verzichten Sie beim Backen und Braten auf das Vorheizen sowie das unnötige Öffnen der Backofentür. Bei jedem Öffnen gehen ca. 20 % Wärme verloren.

• Füllen Sie Ihren Wasserkocher nur mit der Menge, die Sie auch tatsächlich benötigen.

• Den Wasserkocher können Sie auch nutzen, wenn Sie zum Beispiel Wasser zum Kochen brauchen: Das Erhitzen im Wasserkocher geht viel schneller!

• Backen mit Umluft spart etwa 15 % Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze.

• Bei den meisten Speisen wie Auflauf, Fertiggerichte, Pizza oder Kuchen können Sie aufs Vorheizen verzichten und zudem den Backofen einige Minuten früher ausmachen.

 

Geschirrspülmaschine:
• Spart zwar keine Energie, aber Wasser: Verzichten Sie vor dem Maschinenspülgang auf das Vorspülen per Hand.

• Beladen Sie die Spülmaschine immer voll.

• Nutzen Sie das Eco-Programm Ihrer Spülmaschine oder niedrige Temperaturen von 45 °C bis 55 °C. Die Programme dauern zwar etwas länger, sparen aber Wasser und Energie. Ersparnis ca. 20 %.

• Lieber nicht nutzen: Kurzprogramme brauchen mehr Wasser und Strom, weil hier bei weniger Zeit höhere Temperaturen benötigt werden.

 

Stromsparen im Bad:

• Wenn Sie Ihr Wasser mit Strom erhitzen, lohnt sich ein Sparduschkopf in Badewanne und Dusche sowie ein Strahlregler („Perlator“) beim Wasserhahn. Diese sorgen dafür, dass weniger warmes Wasser verbraucht wird. Beides erhalten Sie bereits für wenige Euro im Baumarkt.

• Stellen Sie außerdem die Temperatur am Durchlauferhitzer nicht zu hoch ein: Am besten so, dass der Wasserhahn auf „ganz heiß“ die angenehmste Temperatur hat.

 

Lampen:

• Vergessen Sie nicht das Licht auszuschalten, wenn Sie es nicht benötigen!

• Hat Ihre Steh- oder Tischlampe nicht nur einen Schalter, sondern wird auch mit einem Netzteil betrieben, dann ziehen Sie immer den Stecker oder nutzen sie zusätzlich eine abschaltbare Steckerleiste. Denn diese Lampen verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand oft weiter Strom.

• Ersetzen Sie Glüh- und Halogenlampen durch sparsame LED. Sie verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom:

    

Fernseher, Audio & Spielekonsole:

• Große Fernseher können auch die bestmögliche Energieeffizienzklasse haben. Aber der Stromverbrauch ist höher als bei kleineren Geräten – wenn Sie auf den tatsächlichen Stromverbrauch achten. Fragen Sie sich daher: Brauchen Sie wirklich die größte Bildschirmdiagonale?

• Fernseher, Computer und andere Elektrogeräte sind häufig im Stand-by-Betrieb und verbrauchen somit Strom. Unser Tipp: Betätigen Sie den Geräteschalter und nicht die Fernbedienung zum Ein- und Ausschalten. Mit einfachen schaltbaren Steckerleisten kann man mehrere Geräte gleichzeitig komplett vom Netz trennen.

• Aktivieren Sie bei Ihrem Computer und Monitor die Energiesparfunktion. Ab einer Pause von 15 Minuten schaltet sich das Gerät einfach aus.

• Nutzen Sie für Receiver, Sprachassistenten und Spielekonsolen am besten eine schaltbare Steckerleiste: Dann können Sie alle Geräte auf einmal ausschalten.

• Helligkeit einstellen: Wenn Sie nicht die maximale Helligkeit einstellen, dann sparen Sie etwas Strom.

• Auch bei einem Controller können Sie teils die Akzent-Beleuchtung für Tasten ausstellen – dann hält er etwas länger bis zum nächsten Aufladen.

         

Computer & Smartphone:

• Laptop statt Desktop nutzen: Laptops verbrauchen grundsätzlich viel weniger Strom als Desktop-Computer. Wenn Sie Ihren Rechner vor allem fürs Surfen, für Office-Anwendungen oder zum Filme schauen nutzen wollen, dann überlegen Sie, ob ein Laptop für Sie nicht ausreicht. Es gibt auch Laptops für leistungsstarke Anwendungen – zum Beispiel für Grafik-Arbeiten oder zum Gaming. Auch sie verbrauchen trotz der stärkeren Komponenten wesentlich weniger Strom als ein Desktop-Computer. Und falls Sie eventuell nur surfen wollen: Noch weniger verbrauchen Sie mit einem Tablet!

• Nutzen Sie beim Computer den „Energiesparmodus“ oder „Ruhezustand“ – vor allem wenn Sie oft den Arbeitsplatz verlassen. Richten Sie Ihren Computer so ein, dass dieser nach spätestens 15 Minuten Inaktivität in eine der beiden energiesparenden Einstellungen wechselt. Aber Achtung, auch Sparmodi sind unterschiedlich: Während mancher Stromsparmodus weiterhin Strom verbraucht, ist der „Ruhezustand“ mit dem Ausschalten des Geräts zu vergleichen.

• Die Verwendung eines Bildschirmschoners beim Computer ist keine Energiesparmaßnahme und „schont“ auch nicht den Bildschirm. Der Monitor und die Grafikkarte des PC verbrauchen gerade bei bunten bewegten Bildern mehr Strom!

• Besorgen Sie sich eine Steckerleiste mit Schalter um Geräte, die Sie gemeinsam mit dem Computer nutzen, zum Beispiel Drucker oder Lautsprecher, einfach gleichzeitig vom Stromnetz zu nehmen.

• Schalten Sie nachts das WLAN des Routers aus. Hierzu müssen Sie den Router aber nicht unbedingt vom Netz nehmen. Bei den Einstellungen können Sie stattdessen eine Zeitsteuerung einstellen und die WLAN—Funktion nachts deaktivieren.

• Auch beim Smartphone können Sie nachts in den Flugmodus wechseln: So müssen Sie weniger oft aufladen.

• Lassen Sie Ladegeräte nicht weiter in der Steckdose – es könnte sich um heimliche Stromfresser handeln.

• Unnötige Funktionen und Programme ausschalten: Das gilt z.B. für den Router, aber auch für Ihren Computer und Ihr Smartphone. Je weniger Dienste und Programme im Hintergrund laufen, desto weniger muss der Prozessor arbeiten. Schauen Sie hierzu beispielsweise in die Autostart-Einstellungen und schließen Sie Programme wieder, wenn Sie sie nicht mehr nutzen.